Nach nunmehr einem schlanken Jährchen reiner Bauzeit sei uns ein weiterer kleiner „Faktencheck“ zugestanden. Die Massives Bauen GmbH wirbt auf ihrer Website (Stand: 09.11.14) bzgl. Ihrer Handwerker mit „bewährte[n], langfristige[n] Partnerschaften“ und einer „dauerhafte[n] Vertragsbindung“ mit ihren Subunternehmern. In diesem Zusammenhang veröffentlicht ist eine Liste mit Titel „Unsere Partnerfirmen“.

Im Kontext unseres Bauvorhabens waren nach unserer Zählung bislang 15 Handwerksfirmen für die Massives Bauen GmbH operativ tätig; von diesen 15 Firmen finden sich auf der o. g. Liste: exakt Null. Gegenprobe: von den auf der Liste genannten Handwerksfirmen waren bei uns tätig: ebenfalls exakt Null.

Beworben wird zudem, die Handwerker der Massives Bauen GmbH kämen „aus der Region“ und seien – mehr noch – „ortsnah“ ansässig. Wobei derlei Aussagen freilich – je Standort des Bauvorhabens – durchaus relativen Charakter haben können. In unserem Falle ist jedenfalls festzustellen, dass ein erklecklicher Teil der auf unserem Bau tätigen Handwerker Anfahrtsstrecken in der Größenordnung bis zu rund 230 km (einfach) zu bewältigen hat. Da wird es nach unserem Geschmack dann allerdings schon äußerst relativ.

Des Weiteren sagt die Massives Bauen GmbH auf ihrer Website: „Sub-Sub-Lösungen lehnen wir ab“. Nun sind wir bzgl. üblicher Geschäfts- und Kooperationsmodelle „am Bau“ absolute Laien – beobachten jedoch so Einiges, was aus unserer Sicht zumindest nicht auf Anhieb zur oben zitieren Aussage passen will. So schickte uns die Bauelemente-Firma, über die wir Fenster und Außentüren beziehen, einen nach eigenem Bekunden selbstständigen Monteur zum Einbau der Elemente. Der uns von Massives Bauen als Subunternehmer genannte Estrichleger schickt seinerseits wiederum einen Subunternehmer, der das Gewerk schließlich ausführt. Und die fehlende Sockelabdichtung wird nicht etwa vom Rohbauer – der sie nach unserem laienhaften Verständnis vergessen hat – ausgeführt, sondern von einem von Massives Bauen als „Allrounder“ deklarierten Handwerker, dessen Profession laut Visitenkarte „Abbrucharbeiten“ sind. Ja, steht da wirklich.

Wohlgemerkt: all dies hat mit der Qualität der Arbeit der beteiligten Firmen freilich nichts zu tun – eher schon mit der Qualität von Werbeaussagen. Massives Bauen nennt als „Auswahlkriterium“ für seine Subunternehmer „höchste Qualität und Handwerk“. Diese Aussage wäre im Einzelfall noch einmal gesondert zu validieren; worauf wir aktuell noch verzichten, uns dies anhand verschiedenster einschlägiger Erfahrungen jedoch vorbehalten.

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