Die im Juni aufgebrachte „Notabdichtung“ der Dachterrasse wie auch die der Mauerkrone der Brüstung der Dachterrasse waren offensichtlich mehr „Not“ als „Abdichtung“. Entsprechend hatten wir schon im Juli wieder einen ersten Wasserfleck im Obergeschoss (Ausdehnung ca. 2 Meter), im September dann einen weiteren etwa gleicher Ausdehnung im Erdgeschoss; weitere Wassereintritte/Flecken auf allen drei Ebenen folgten.

Wir haben uns angesichts dieser ganz offensichtlich immer prekärer werdenden Situation sprichwörtlich den Mund fusselig geredet und die Finger wundgeschrieben, dass endlich etwas gegen das permanent in den Baukörper eindringende und denselben schädigende Wasser unternommen und die „Notabdichtung“ in eine fachgerecht ausgeführte reguläre Abdichtung überführt werden solle – jeweils unterstützt durch die entsprechenden Aufforderungen unseres Sachverständigen. Passiert ist: nichts. Noch am 24. September erhielten wir eine E-Mail, in der konstatiert wurde: “Wir wissen nicht, wann die endgültige Abdichtung erfolgt”. Diese Aussage lassen wir jetzt einfach mal so stehen.

Jedenfalls: Gestern, am 27. Oktober 2014, ist nun endlich eine Firma vor Ort gewesen, die zunächst die „Notabdichtung“ ausbessert und zumindest ein etwas ordentlicheres Provisorium herstellt, auf das wir nun seit Fertigstellung des Rohbaus Anfang Februar geschlagene neun Monate lang warten mussten. Allerdings wurden bei dieser Gelegenheit große Teile des Wassers, die wieder einmal auf der Dachterrasse standen, nicht etwa vom Gebäude weg, sondern – man mag es kaum glauben – frei in die Außenwände entwässert … Unfassbar. Es ist schlicht und einfach deprimierend.

Aktueller und vor dem skizzierten Hintergrund kaum überraschender Status: wir haben mittlerweile an 16 (in Worten: sechzehn) Stellen, verteilt über alle drei Ebenen des Hauses, Wasser im Baukörper: der Innenputz ist an mehreren Stellen großflächig nass, das Wasser läuft unter (!) dem Estrich entlang und tropft durch die Lampenauslässe in das jeweils darunter liegende Stockwerk, rinnt am Kamin sowie außen an innenliegenden Entwässerungsrohren hinunter, bildet Pfützen auf dem Estrich usw. Beste Voraussetzungen also, die eigentlich längst überfälligen Gewerke wie Außenputz, Malerarbeiten oder Parkettverlegung erneut zurückzustellen; die über Wochen herrschenden “perfekten Bedingungen” hätten sich damit also erledigt – schlimmer noch: ins Gegenteil verkehrt. Für Situationen wie diese sind wohl Redewendungen à la „So unnötig wie ein Kropf“ erfunden worden …

14-10-27 Feuchtgebiete reloaded

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