Einen Blick auf den Kalender quittieren wir mit einem bitteren Lächeln – heute, am 28. Mai 2014, hätten wir nach Aussage unseres Bauleiters vom Januar einziehen sollen. Davon sind wir gefühlt in etwa so weit entfernt wie Gibraltar vom WM-Titel. Aktuelle Aussagen unseres Auftragnehmers gibt es nicht; für uns selbst stochern wir im dichten Nebel – Spätsommer vielleicht oder Frühherbst; dann müsste aber ab jetzt alles perfekt laufen … Wir heißen uns hoffen. Und können nicht planen. Wir haben mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist unserer Mietwohnung zu kalkulieren, unser Küchenbauer fragt alle zwei Wochen nach einem realistischen Liefertermin für die im Frühjahr bestellte Küche, und auch andere Handwerker, die wir für diverse Eigen- bzw. die beliebten “Bauherren-Leistungen” einplanen müssen, müssen wir immer wieder vertrösten.

Heureka – es wird wieder gewerkelt am Bau. Elektro- und Sanitärrohinstallation. Na, mal schauen, wie lange der fast schon unverhoffte Schwung trägt …

Seit dreieinhalb Monaten – seit Anfang Februar also – steht der Rohbau, ist das Dach geschlossen und das Winter-/Frühjahrswetter so, wie es sich kein Bauherr besser malen könnte; produktiv passiert ist jedoch seither: so gut wie nix. Die Fenster wurden eingebaut und einige Gipsdielenwände eingezogen. Ansonsten: still ruht der See. Und unser Bau – alle bislang genannten “Fristen” und “Zieltermine” sind längst Makulatur; aktuelle Aussagen hierzu bekommen wir trotz wiederholter Nachfrage nicht. Und wir zahlen fleißig Miete. Als Bauherr nennt man dies: „verbranntes Kapital“. Und warum? Gute Frage.