Gesucht wird: unser Bauleiter. Seit nunmehr fast zwei Monaten (!) haben wir nichts von ihm gehört, nichts von ihm gesehen. Das ist eine Idle Time, die selbst Bauleiter 1 in seinen besten Tagen im Frühjahr 2014 zur Ehre gereicht hätte. Und die umso erstaunlicher daherkommt wenn man bedenkt, dass Bauleiter 2 bis zu seinem kommentarlosen „Abtauchen“ gerade mal einen Monat lang in Amt und Würden war.

Was mag wohl aus ihm geworden sein? Auf die Dienste von Jörg Wontorra in „Bitte melde Dich!“ lässt sich ja leider nicht mehr zurückgreifen und auch die Website der Massives Bauen GmbH bleibt eine Antwort auf diese Frage schuldig; auf selbige nämlich hatte es „der Neue“ noch gar nicht geschafft, so dass dort seit nunmehr fast drei Monaten überhaupt kein Bauleiter mehr ausgewiesen wird. Objektiv betrachtet eine durchaus magere Quote für einen Bauträger/Baubetreuer, der auf der eigenen Website gegenüber Bauherren in spe damit wirbt, dass „Ihr Geld in der Bauleitung [ist]“.

Wir machen uns also so langsam Sorgen. Um allerdings der Wahrheit die Ehre zu geben: nicht allein um den Verbleib des Bauleiters. Ja, doch, schon. Auch. Aber fast noch eher – wir bitten vorsorglich ob dieser womöglich etwas hartherzig anmutenden Wertung um Verzeihung – um das weitere Wohl und Wehe unseres Bauvorhabens, welches zwischenzeitlich in Kalendermonat 17 (!) der Bautätigkeit angekommen ist und noch immer kein Ende erkennen lässt.

Die vermeintliche Führerlosigkeit des Projekts versuchen wir derweil so gut als irgend möglich dadurch zu kompensieren, dass wir – mehr noch als in den zurückliegenden 16 Monaten ohnehin schon – die Bauleitungsleistung de facto selbst erbringen. Tagtäglich kommunizieren wir mit und koordinieren Handwerker und sind auf der Baustelle präsent, damit die Arbeiten zumindest in Mikroschritten vorangehen.

Eine durchaus bemerkenswerte Konstellation, wie wir finden, wenn man einen gültigen Vertrag über die „Errichtung eines Massivhauses“ mit einem Unternehmen hat, dass sich laut eigener Website bzgl. „Baubegleitung“ und „Bauleitung“ rühmt einen „Full Service“ zu bieten und nicht weniger als „universell umfassend“ zu agieren.

Kehraus 2014. Ein Jahr neigt sich dem Ende entgegen, das wir am liebsten so schnell wie irgend möglich aus unserer Erinnerung streichen würden. Es steht aus mancherlei, allesamt eher negativen Gründen allerdings leider zu befürchten, dass dies so leicht nicht gelingen wird.

Vor Jahresfrist waren wir – wiewohl durch etliche einschlägige Erlebnisse der ersten Monate bereits deutlich ernüchtert – noch hoffnungsfroh, unseren „Traum vom Eigenheim“ noch in angemessener Zeit zu einem guten Abschluss bringen zu können. Zwischenzeitlich stehen wir am Vorabend des 19. Kalendermonats unseres Vertrags über die „Errichtung eines Massivhauses“ mit der Massives Bauen GmbH und des 16. Kalendermonats mehr oder minder ausgeprägter Bautätigkeit.

Zeit also für eine etwas eingehendere und ausführlichere Bestandsaufnahme und Bewertung der zurückliegenden eineinhalb Jahre sowie insbesondere der aktuellen Situation; in diesem Kontext wird sicherlich auch das auf der Website der Massives Bauen GmbH (Stand: 31.12.14) veröffentlichte Werbeversprechen „Terminsicherheit mit garantierter Bauzeit“ intensiver zu beleuchten sein.

Zu alldem in Kürze mehr an dieser Stelle. Einstweilen: Frohes Neues. Es kann ja nur besser werden. Hoffentlich.

Ein Provisorium ist ein Provisorium ist ein Provisorium. Nach Fertigstellung des Rohbaus Ende Januar 2014 dauerte es bis zum ersten Wasserschaden im Juni, ehe die Dachterrasse endlich mit einem ersten Provisorium versehen wurde. Dass diese Abdichtung tatsächlich nur ein Provisorium war, zeigte bereits weiter eindringendes Wasser ab Juli, spätestens dann jedoch der zweite massive Wasserschaden Ende Oktober, dem wiederum mit einem neuerlichen Provisorium begegnet wurde.

Auch dieses Provisorium wartet nun schon wieder fast zwei Monate darauf, in eine endgültige (dann hoffentlich wirklich dichte) Lösung überführt zu werden. Dass dem Not tut, lässt sich auch für einen Laien beim Anblick der Fassade unterhalb der Dachterrasse unschwer erkennen:

14-12-21 Die Waende werden wieder nasser

 

Den Sachverständigen wundert dies nicht, denn er weist erneut darauf hin, dass die Dichtungsmaßnahmen – wenn auch provisorisch – mangelhaft seien; dies stelle keine neue Erkenntnis dar und würde den Zustand des Baukörpers nicht besser werden lassen. Entsprechend müsse die Situation dauerhaft abgestellt werden.

Klingt plausibel. Entsprechend fordern wir Massives Bauen zum sprichwörtlich x-ten Mal auf, endlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine dauerhafte Abdichtung der Dachterrasse herzustellen und weitergehenden Schaden vom Baukörper abzuwenden. Bedauerlicherweise geht die Massives Bauen GmbH auf unser Ansinnen nicht ein, stellt uns aber immerhin anheim: „Es bleibt Ihnen aber überlassen, die Ziegelfassade zu schützen sofern Sie das wünschen.“

Na dann: Frohe Weihnachten.

(Wenig) Unterhaltsamer Nachklapp zum Thema „Fliesenlegearbeiten“. Hier ist aus dem „Fertig“-Status des 10. Dezember leider immer noch kein fertigerer Fertig-Status geworden. Jedoch kommt uns beim Betrachten des aktuellen Zustands eine Mail des Fliesenlegers an den Bauleiter seines Auftraggebers, der Massives Bauen GmbH, bzgl. des Schutzes der bereits verlegten Bodenfliesen in den Sinn: „Bitte achten Sie peinlichst genau, und instruieren Sie bitte die Folgehandwerker, dass die Böden gegen jegliche Verunreinigung zu schützen sind. Die Bodenfliesen in den Bädern und im Flur sind extrem empfindlich da diese eine dunkle Brandfarbe und Fugenfarbe haben.“

Schauen wir doch mal, inwieweit dieser leidenschaftliche Appell gefruchtet hat:

14-12-23 Dreckige Fliesen 1

14-12-23 Dreckige Fliesen 2

Die Fliesenlegearbeiten seien fertiggestellt, lesen wir. Nun haben wir im Laufe unseres mittlerweile rund eineinhalb Jahre währenden Bauvorhabens  zweifellos so einiges gelernt. Unter anderem, dass am Bau (zumindest auf unserem) bei Aussagen, die das Adjektiv „fertig“ enthalten, das gute alte Bivalenzprinzip nicht wirklich zu greifen scheint – auch wenn man das landläufig vielleicht meinen mag: entweder ist etwas fertig – oder eben nicht. Dachten jedenfalls auch wir – zumindest bis zum Sommer 2013.

Das „fertig“ in Sachen Fliesenlegearbeiten sieht ganz anschaulich jedenfalls so aus:

14-12-10 Sehen so fertige Fliesen aus

Die Trockner laufen und laufen und laufen. Und geben ihr Bestes, um die Schäden durch den erneuten Wassereinbruch aus dem Oktober einzudämmen. Ein sich in diesem Zusammenhang zwangsläufig ergebender Kollateralnutzen: es wird warm im Haus. Zumal nun endlich, endlich auch die Heizungsanlage angeschlossen ist – wenn auch leider nur provisorisch über Baustrom –, um zumindest niedertourig dabei zu helfen, die Nässe aus den Wänden und unter dem Estrich zu vertreiben.

Während wir also wieder einmal (und ebenso wieder einmal vergeblich) auf den Fortgang der Arbeiten warten, schauen wir einfach mal auf unser mitgebrachtes Thermometer und lesen dort eine muckelig warme Innentemperatur von 17,9 C ab. Was könnte man da nicht alles machen: zum Beispiel hätte seit Wochen und Monaten bereits – völlig unabhängig von irgendwelchen Wasserschäden – die Elektrofertiginstallation erfolgen und bei dieser Gelegenheit auch die Heizung regulär angeschlossen werden können, damit diese durch den Hersteller abgenommen und für den regulären Betrieb freigegeben werden kann – eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Aktivierung ihrer eigentlichen, leidlich effizienten Funktionsweise ausschließlich über Baustrom betreiben zu müssen ist nämlich ein wirtschaftlicher Super-GAU. Zudem fragen wir uns (und rein interessehalber auch immer mal wieder unseren Auftragnehmer), warum nicht längst Innenputzer und Maler ihre Arbeiten zumindest in den aus Sicht der Wasserschäden unkritischen Bereichen aufgenommen/abgeschlossen haben.

Und während wir also gemeinsam mit unserem wohlig warmen Bau so vor uns hin warten, flattert uns heute ein Brief der Massives Bauen GmbH ins Haus, in dem man uns „der guten Ordnung halber“ mitteilt, dass die „Baustelle unter den jetzigen Wetterverhältnissen nicht kontinuierlich fortgeführt wird (Schlechtwetter)“.

Funny.

So langsam wird es ohne eine fatalistische Grundhaltung und ein gerüttelt‘ Maß an Galgenhumor schwierig. Folgende Geschichte: zu Zeiten, als man uns noch einen Hausübergabetermin im Mai 2014 in Aussicht stellte, waren die Fliesenlegearbeiten wohl für den Zeitraum April 2014 vorgesehen; mit entsprechendem Vorlauf waren wir aus eigenem Antrieb also bereits im Winter/Frühjahr 2014 unterwegs, um uns für konkrete Fliesen zu entscheiden.

Auf Empfehlung des von der Massives Bauen GmbH beauftragten Fliesenlegers suchten wir seinerzeit u. a. einen Fliesenhandel im Nürnberger Westen auf und dort unsere Fliesen aus. Soweit, so gut. Dann jedoch verschwand durch den – sagen wir einmal „gemütlichen“ – Baufortschritt das Thema „Fliesen“ erst einmal monatelang von der Agenda, um nun – mit einem Delay von einem halben Jahr – wieder hochzupoppen.

Kein Problem: die Fliesen waren seinerzeit ja schon ausgesucht, so dass sie nun einfach abgerufen werden mussten. Dachten wir. Beim Versuch, genau dies zu tun, mussten wir jedoch – kein Witz – feststellen: der Fliesenhandel unserer Wahl ist mittlerweile pleitegegangen. Unfassbar.

Jetzt haben wir ein Problem: da Fliesenhändler – so lernen wir – die Fliesen ihres Sortiments oft mit eigenen Phantasienamen versehen, finden sich diese so leicht unter einem solchen nicht beim Wettbewerber wieder. Vereinfacht gesagt: eine Fliese namens „Horst“ aus dem Sortiment von Fliesenhändler A heißt im Sortiment von Fliesenleger B möglicherweise „Helga“.

Entsprechend schwer fällt es uns, „unsere“ Fliesen bei einem alternativen Fliesenhandel in der Metropolregion „wiederzufinden“. Mit einigen Fragmenten der Artikelstammdaten, Google, ein wenig Kreativität und einigen Abenden Zeit gelingt es uns dann doch und wir werden bei einem Fliesenhandel in Lauf an der Pegnitz fündig. Puh, noch mal gutgegangen. Wir geben die „neuen“ Bezeichnungen an den Fliesenleger der Massives Bauen GmbH weiter, der sich um die Bestellung und freilich auch die Warenannahme kümmert.

Den Beginn der Fliesenarbeiten bekommen wir wegen eines Kurztrips aus Anlass einer Familienfeier nicht mit, so dass wir erst am heutigen Dienstag erste Ergebnisse bewundern dürfen. Unter anderem den bereits nahezu vollständig gefliesten Hauswirtschaftsraum. In dem – leider ebenfalls kein Witz – die falschen Fliesen liegen; und zwar solche, die wir nicht einmal bestellt hatten …

Über die hier beschriebene hinaus hält das Gewerk „Fliesen“ noch einige weitere – aus unserer Sicht leider ebenso wenig unterhaltsame – Lach- und Sachgeschichten bereit; zu diesen bei Gelegenheit noch mehr.

Nach nunmehr einem schlanken Jährchen reiner Bauzeit sei uns ein weiterer kleiner „Faktencheck“ zugestanden. Die Massives Bauen GmbH wirbt auf ihrer Website (Stand: 09.11.14) bzgl. Ihrer Handwerker mit „bewährte[n], langfristige[n] Partnerschaften“ und einer „dauerhafte[n] Vertragsbindung“ mit ihren Subunternehmern. In diesem Zusammenhang veröffentlicht ist eine Liste mit Titel „Unsere Partnerfirmen“.

Im Kontext unseres Bauvorhabens waren nach unserer Zählung bislang 15 Handwerksfirmen für die Massives Bauen GmbH operativ tätig; von diesen 15 Firmen finden sich auf der o. g. Liste: exakt Null. Gegenprobe: von den auf der Liste genannten Handwerksfirmen waren bei uns tätig: ebenfalls exakt Null.

Beworben wird zudem, die Handwerker der Massives Bauen GmbH kämen „aus der Region“ und seien – mehr noch – „ortsnah“ ansässig. Wobei derlei Aussagen freilich – je Standort des Bauvorhabens – durchaus relativen Charakter haben können. In unserem Falle ist jedenfalls festzustellen, dass ein erklecklicher Teil der auf unserem Bau tätigen Handwerker Anfahrtsstrecken in der Größenordnung bis zu rund 230 km (einfach) zu bewältigen hat. Da wird es nach unserem Geschmack dann allerdings schon äußerst relativ.

Des Weiteren sagt die Massives Bauen GmbH auf ihrer Website: „Sub-Sub-Lösungen lehnen wir ab“. Nun sind wir bzgl. üblicher Geschäfts- und Kooperationsmodelle „am Bau“ absolute Laien – beobachten jedoch so Einiges, was aus unserer Sicht zumindest nicht auf Anhieb zur oben zitieren Aussage passen will. So schickte uns die Bauelemente-Firma, über die wir Fenster und Außentüren beziehen, einen nach eigenem Bekunden selbstständigen Monteur zum Einbau der Elemente. Der uns von Massives Bauen als Subunternehmer genannte Estrichleger schickt seinerseits wiederum einen Subunternehmer, der das Gewerk schließlich ausführt. Und die fehlende Sockelabdichtung wird nicht etwa vom Rohbauer – der sie nach unserem laienhaften Verständnis vergessen hat – ausgeführt, sondern von einem von Massives Bauen als „Allrounder“ deklarierten Handwerker, dessen Profession laut Visitenkarte „Abbrucharbeiten“ sind. Ja, steht da wirklich.

Wohlgemerkt: all dies hat mit der Qualität der Arbeit der beteiligten Firmen freilich nichts zu tun – eher schon mit der Qualität von Werbeaussagen. Massives Bauen nennt als „Auswahlkriterium“ für seine Subunternehmer „höchste Qualität und Handwerk“. Diese Aussage wäre im Einzelfall noch einmal gesondert zu validieren; worauf wir aktuell noch verzichten, uns dies anhand verschiedenster einschlägiger Erfahrungen jedoch vorbehalten.

Huch – nun ist uns plötzlich und unerwartet auch noch unser Bauleiter abhandengekommen; was wir zunächst gar nicht bemerkt haben – schließlich haben wir den Herrn im Laufe unserer Bauzeit im Schnitt vielleicht einmal pro Monat gesehen. Heute jedoch erreicht uns eine Nachricht der Massives Bauen GmbH, nach der der Bauleiter ab sofort in Urlaub sei und das Unternehmen zum 01.11.14 verlasse – es stünde uns alsbald ein neuer Bauleiter zur Verfügung.

Der alte jedenfalls war somit lediglich eine Einjahrsfliege; Eintritt ins Unternehmen nach unserer Kenntnis im Oktober 2013 – und nu isser auch schon wieder wech. Für eine Verabschiedung war wohl vor dem Urlaub keine Zeit mehr und auch eine wie auch immer geartete Übergabe findet – zumindest unter Einziehung der Bauherren – nicht statt. Schade, eigentlich.

Denkwürdiger Tag. Heute vor einem Jahr der „Kick-off“ für den Bau; mehr als drei Monate nach der Vertragsunterzeichnung das erste Treffen auf der Baustelle – mit Rohbauer, Tiefbauer und Bauleiter. Von der Massives Bauen GmbH nach weitestgehender Fertigstellung des Rohbaus Mitte Januar genannter Termin für die Hausübergabe: 28. Mai 2014. Der Kalender sagt, dass dieser Termin seit fünf Monaten verstrichen ist. Wir wohnen weiterhin in einer mit vier Personen längst aus allen Nähten platzenden Wohnung zur Miete und tragen mithin seit Monaten eine Doppelbelastung. 

Aktueller Status des Hauses: unverputzter Rohbau mit Dach und Fenstern (allerdings ohne Kellerfenster und Haustüren), teilgespachtelte Gipsdielenwände, Elektro-, Sanitär- und Heizungsrohinstallation, Estrich, Innenputz und Trockenbau – fast alle Gewerke jedoch noch nicht wirklich fertig, allenthalben offene „Restarbeiten“. Unser Sachverständiger hat im Zuge seiner bisherigen Tätigkeit von Anfang Juni bis Anfang Oktober neun Berichte schreiben müssen. Realistischer Hausübergabetermin aus heutiger Sicht: unbekannt. Der bereits am 28. Mai 2014 beschriebene Blindflug hinsichtlich Kündigung unserer Mietwohnung, Terminen für Küchenbauer und sonstige Handwerker usw. dauert auch fünf Monate später unverändert an – und eine Landung ist nicht abzusehen …

Na dann: wohlgemut auf ins zweite Jahr des Hausbaus mit der „Massives Bauen GmbH“ …

Gespräch mit unserem Bauleiter. Selten genug. „Perfekte Bedingungen“ würden zurzeit herrschen, um den Außenputz anzubringen: lang anhaltend trocken, warm, aber nicht zu heiß, und der erste Frost des Jahres noch weit entfernt. Und rein technisch sowie vom Bautenstand spreche auch nichts dagegen. Aha. Insofern sei die Frage gestattet: warum wird der Außenputz dann nicht einfach ausgeführt …? Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass es im Mai (!) noch hieß, man wolle “möglichst früh im Bau den Außenputz anbringen” …

Heute „feiern“ wir ein Jahr Hausbau mit der Massives Bauen GmbH. Präziser: seit genau einem Jahr haben wir einen Vertrag über die „Errichtung eines Massivhauses“ mit der Massives Bauen GmbH. Anlass genug, ein zimmerwarmes Wässerchen zu öffnen. Ohne Kohlensäure, versteht sich.

Was hätte man an jenem sonnigen und überaus warmen 17. Juli 2013 alternativ machen können? Das Internet erinnert u. a. an

  • das Testspiel des Glubbs (seinerzeit noch unter Trainer Michael Wiesinger!) gegen die nach eigenem Bekunden große B’russia im Sportpark des ASV Grassau (0:3),
  • das Institutskolloquium Kulturgeographie an der FAU,
  • das Konzert von „Spitzbua Markus“ in Faak am See sowie an
  • die Sprechstunde des Kleingärtnervereins Nürnberg.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Oder: nachher ist man immer schlauer …

Ein Bauvorhaben stellt für den privaten Bauherren in der Regel ein Once-in-a-lifetime-Projekt dar, für welches er nicht selten die Früchte seines gesamten eigenen Arbeitslebens in die Hand nehmen und zuweilen bis an eine finanzielle Schmerzgrenze gehen muss, um sich den „Traum vom Eigenheim“ zu ermöglichen. Entsprechend wichtig ist es, auf eine nachhaltige wirtschaftliche Solidität des Vertragspartners vertrauen zu können.

Naheliegend, dass im Umkehrschluss Bauträger und -betreuer fleißig mit diesem Argument werben – auch die Massives Bauen GmbH tut dies öffentlich auf Ihrer Website (Stand: 15.03.14): „Nicht zuletzt sind unsere Bilanzen […] hervorragend.“

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bietet mit dem Bundesanzeiger (http://www.bundesanzeiger.de/) eine Plattform, über die sich der Endverbraucher von der Validität der einschlägigen Werbeaussagen überzeugen kann, in dem er sich dort u. a. die Jahresabschlüsse grundsätzlich in Frage kommender Vertragspartner anzeigen lassen kann – einfach den gewünschten Unternehmensnamen (und ggf. zusätzlich den Ort des Firmensitzes) in das entsprechende Suchfeld eingeben. Et voilà.

Zur Interpretation der Kennzahlen eines Jahresabschlusses finden Nicht-Betriebswirte im Netz zahlreiche leicht verständliche Seiten – Google hilft.

Mit der Ablehnung der Eingabeplanung flattert uns im September erwartungsgemäß auch ein Gebührenbescheid ins Haus – über immerhin einen mittleren zweistelligen Eurobetrag. „Geben Sie her, das übernehmen wir“, zeigt sich der Geschäftsführer der Massives Bauen GmbH – wir finden, angesichts der Sachlage durchaus auch erwartbar – generös.

Am 16.11.13 erhalten wir eine erste Mahnung der Stadt Nürnberg – der Betrag ist offensichtlich noch nicht überwiesen. Wir erinnern unseren Auftragnehmer per Mail an die sua sponte geäußerte Bereitschaft, die Gebühren zu übernehmen – und bitten um Erledigung. Keine Reaktion.

Gestern nun – peinlich genug – die zweite Mahnung der Stadt Nürnberg; noch immer ist dort das Geld nicht eingegangen. Noch einmal erinnern wir die Massives Bauen GmbH, ohne eine Reaktion zu erhalten – und weisen den Betrag schließlich selbst an.

Die Massives Bauen GmbH lässt aus dem im Betreff genannten/zitierten Grund phasenweise den Baufortschritt kontrollieren. Heute also die Prüfung nach Fertigstellung des Kellers. Die Flügel der Kellerfenster sind noch nicht eingebaut, die Fugen zwischen den Betonelementen der Kellerdecke sind reichlich uneinheitlich ausgeführt. Na ja. Die Prüfung scheint zügig abgeschlossen, als der interessierte Bauherr aus gegebenem Anlass das Thema „Dass da ja nichts übersehen wird“ noch einmal aufbringt: Wo hat sich eigentlich die Anschlussfahne des Fundamenterders versteckt? Gute Frage. Nochmaliger Rundgang durch den Keller. Und tatsächlich: die fehlt. Und nicht nur die, sondern der komplette Fundamenterder. Schlichtweg vergessen. Rohbauer und Bauleiter überbieten sich in Superlativen: in 20 Jahren nicht passiert, in 30 Jahren nicht passiert. Dummerweise bei uns jedoch: passiert. Und nun? Muss rund um das Haus wieder aufgegraben und ersatzweise ein Ringerder verlegt und durch die bislang wunderbar heile Betonwand geführt werden.

Kaum ist die Baugrube ausgehoben und – allerdings erst auf unsere explizite Forderung hin – mit einem Bauzaun gesichert, hängt an selbigem auch schon ein großflächiges Werbebanner: „Auch hier entsteht schon wieder ein Haus voller Ideen!“ steht dort zu lesen. Ja, in der Tat. Um der Wahrheit die Ehre zu geben sollte man jedoch ggf. noch ergänzen, dass es ein Haus der Ideen der Bauherrenschaft ist, das dort entsteht :-)

13-11-16 Ein Haus voller Ideen - MB

 

So haben wir die Fa. Massives Bauen GmbH bereits zu Beginn unserer Geschäftsbeziehung mit detaillierten Anforderungen und auf diesen aufbauend sogar den initialen Plänen des zu errichtenden Hauses versorgt, welche im Laufe der Erstellung der Eingabeplanung nur noch marginal angepasst werden mussten. Im Kontext der Werkplanung haben wir dem Architekten dann zudem von der Breite einzelner Mauerbacken bis hin zur Lage und Größe von Fenstern, Türen und Zwischenwänden alle Angaben zentimergenau in den Block diktiert.

Und so hoffen wir, dass die Massives Bauen GmbH unsere Ideen auch vereinbarungsgemäß umsetzt und im Laufe des Bauvorhabens noch ein paar eigene beisteuert: „Da wird Sie Ihr Bauleiter noch umfassend beraten und mit einer Menge Hinweisen und Empfehlungen versorgen – dafür haben Sie ihn ja“. Heißt es.

Warum wir dieses oberflächlich betrachtet banale Thema in einem Anflug vermeintlicher Kleinkariertheit an dieser Stelle überhaupt diskutieren, wird sich im weiteren Verlauf des Bauvorhabens noch zeigen …

Die von der Massives Bauen GmbH annoncierten drei Wochen sind dicke `rum, Handwerker jedoch noch nicht in Sicht. Jedenfalls keine operativ tätigen. Dafür immerhin ein erstes Treffen mit dem von Massives Bauen beauftragten Rohbauer, dem von diesem praktischerweise gleich mitgebrachten Tiefbauer für die Erdarbeiten (offensichtlich ein Buddy aus dem gleichen Ort an der A9) und dem Bauleiter der Massives Bauen GmbH, den wir an diesem Tag kennenlernen. Wobei „kennenlernen“ ein wenig hochgegriffen ist – dazu sind die Textbeiträge des Herrn zu spärlich. Stattdessen führt im Wesentlichen der Rohbauer das Wort; nach eigenem Bekunden ebenfalls Architekt und von Massives Bauen wörtlich als “Premium-Rohbauer” angekündigt. Und allem Anschein nach zudem ein echtes Verkaufstalent: außer der Jacques-Brel-Gesamtausgabe und dem „Quick Chef“ von Tupperware wird uns gefühlt alles Denkbare rund um das Thema Rohbau angeboten: anderer Stein, dickere Dämmung, höherer Keller und sogar eine alternative Lüftungsanlage. Wir entscheiden uns für die Option „höherer Keller“.

An dieser Stelle interveniert die Massives Bauen GmbH – eine etwaige Beauftragung dieser Option habe über sie zu erfolgen. Also gut. Wir hatten uns dies ohnehin schon einmal von Massives Bauen anbieten lassen; von diesem besagten Angebot beauftragen wir nun exakt zwei Drittel der Leistung (konkret eine Erhöhung um 24 cm statt ursprünglich zur Rede stehender 36 cm), zahlen dafür jedoch nicht die zu vermutenden zwei Drittel des ursprünglichen Angebotspreises sondern satte 87 Prozent desselben …

Nur eines von zwischenzeitlich etlichen unterhaltsamen Beispielen zum Thema “Wertschöpfung am Bau”, auf die wir im weiteren Verlauf in loser Folge eingehen werden.

Im zweiten Anlauf dann endlich grünes Licht. Nochmals Dank an die Stadt Nürnberg für die zügige Bearbeitung der erneut eingereichten, überarbeiteten Eingabeplanung. Dann kann’s ja jetzt endlich losgehen. Und nach Möglichkeit bitte zügig – immerhin liegen wir schon einen Monat hinter Plan, was sich für uns so ganz nebenbei auch in einer zusätzlichen Monatsmiete niederschlägt …

Unsere Schätzung in Sachen Bearbeitungszeit für die Eingabeplanung wurde von der Stadt Nürnberg sogar unterboten. Schon nach knapp vier Wochen liegt der Bescheid vor. Prima, gute Arbeit. Nicht ganz so prima: er ist negativ. Bedeutet: eine Eingabeplanung kann also tatsächlich dergestalt sein, dass sie im Freistellungsverfahren abgelehnt wird. Überraschend. Zumindest für uns.

Was sagt eigentlich der Kalender dazu? Oh, Freitag, der 13. … Ein schlechtes Omen für den weiteren Bau? Nein, nein, wir sind nicht abergläubisch. Ganz bestimmt nicht. Überhaupt gar nicht. Na ja, vielleicht ein klitzekleines Bisschen …

Am 01. August 2013 sind wir eigens mit Kind und Kegel nach Bamberg gefahren, um dort im Büro der Massives Bauen GmbH die Eingabeplanung zu unterschreiben. Erklärter Wille beider Vertragsparteien (Massives Bauen spricht von einem „gemeinsamen Interesse“ – „Je eher wir unser Geld verdienen desto besser“): schnellstmöglich möchte man die Baufreigabe erwirken, schnellstmöglich sollen die Arbeiten beginnen. Ist ja noch früh im Jahr – grobe Kalkulation unsererseits also: Eingabeplanung geht per Post am 01. August auf den Weg zur Stadt Nürnberg. Bearbeitungszeit ca. vier Wochen; passieren sollte eigentlich nix, läuft ja im Freistellungsverfahren. Ende August könnte man also mit der Freigabe rechnen. Dann braucht die Massives Bauen GmbH nach eigener Aussage „rund drei Wochen“ um ihre Handwerker in Stellung zu bringen. Und dann kann’s auch schon losgehen. Also grob gerechnet irgendwann um den 20. September. Dann sollte es doch eigentlich kein Problem werden, den Rohbau noch vor dem Winter „dicht“ zu kriegen. Soweit zur Theorie.

Auf dem Rückweg aus Bamberg, noch im Auto, gleich mal einen kurzen Check gemacht – einfache Kopfrechenübungen ergeben auch für Laien, dass die Eingabeplanung etliche Rechenfehler enthält. Na, sollte zwar nicht, aber kann ja mal passieren. Also noch von unterwegs angerufen, Massives Bauen auf die Fehler hingewiesen und noch einmal mit Nachdruck erbeten, die Fehler schnellstmöglich auszubessern und die Unterlagen trotzdem noch am selben Tag auf den Weg zu bringen.

Der Eingangsstempel der Stadt Nürnberg für unsere Eingabeplanung wird vom 19. August 2013 datieren.

Im Lichte unseres gestern geäußerten Wunsches bzgl. einer professionellen und hoffentlich für uns als zahlende Kunden entspannten und schiedlich-friedlichen Abwicklung unseres Bauvorhabens werfen wir noch einmal einen vertieften Blick auf die Website der Massives Bauen GmbH – wenn die dieser zu entnehmenden Beschreibungen der eigenen Philosophie, Herangehensweise sowie des Kunden- und Leistungsverständnisses auch nur ansatzweise in die Realität umgesetzt werden, sollten wir der anstehenden Bauzeit ja doch wohl sehr zuversichtlich entgegensehen dürfen; zu lesen steht dort (Stand: 18.07.13) u. a. …

  • „Seriosität, Zuverlässigkeit und Kompetenz sind der Preis für Vertrauen und Akzeptanz bei den Kunden und den ausführenden Firmen.“
  • „Verpflichtung dem Laien den Traum von den eigenen vier Wänden stilsicher, solide, modern und möglichst preiswert zu realisieren“
  • „Entscheidend für Erfolg ist das Verständnis einer kooperativen Zusammenarbeit mit den Kunden und den am Bau beteiligten Firmen. Dies ist Firmenphilosophie.
  • „elementare Bedeutung einer umfassenden Baubetreuung und Kontrolle. Nur so wird Schaden vermieden!“
  • „Am Bau arbeiten Menschen; deswegen läuft auch mal etwas nicht ganz rund. Wir informieren Sie schnell über alles, was wir dagegen unternehmen. Dass da ja nichts übersehen wird“
  • „Wir könnten vor jedem unserer Häuser „Haus des Monats“ schreiben, denn wir kalkulieren jedes Projekt so knapp wie möglich.“
  • „Jedes Angebot ist immer direkt auf das Bauvorhaben zugeschnitten und kennt keine teueren ‚Sonderwünsche‘.“
  • „es soll nicht am falschen Platz gespart werden.“
  • „Baubegleitung, Bauleitung, Finanzierung: Bestandteile eines Full Services“
  • „Wir blicken über den Tellerrand hinaus und beraten universell umfassend.“
  • „Unsere Handwerksfirmen kommen aus der Region. Darunter verstehen wir nicht „Europäisches Ausland“. Selbstverständlich ist eine dauerhafte Vertragsbindung Voraussetzung einen vernünftigen, sicheren Preis zu vereinbaren.“
  • „Terminsicherheit mit garantierter Bauzeit.“
  • „Dadurch erreichen wir jetzt immer den förderbaren Effizienz 70 Standard der KfW.-Bank.“
  • „Wer sich an den Bebauungsplan zu 100% hält, kann in Bayern bei der Baugenehmigung mit einem so genannten Freistellungsverfahren rechnen“
  • „So entsteht Ihr Haus stets Stein auf Stein. Erstellt von erfahrenen Bauleitern in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten, kompetenten, ortsnahen Handwerkern. Sub-Sub-Lösungen lehnen wir ab. Massives Bauen setzt auf bewährte, langfristige Partnerschaften“
  • „Nicht zuletzt sind unsere Bilanzen und unsere Schufa hervorragend.“
  • „Die wichtigste Werbung ist der zufriedene Kunde.“

Wow. Das klingt unter objektiven Maßstäben ja alles geradezu phantastisch. Will aber auch heißen: die Latte liegt hoch. Aber wer sie derart hoch legt hat sicher auch das Selbstbewusstsein, sich an diesen Vorgaben messen zu lassen. Zumal die Massives Bauen GmbH auf ihrer Website befindet: „Das Internet […] ist eine vernünftige Basis sich einem breiten interessierten Publikum an zu dienen.“

Also nutzen wir dasselbe, um im weiteren Verlauf unseres Bauvorhabens mit der Massives Bauen GmbH von Zeit zu Zeit eine Bestandsaufnahme zu machen, inwieweit unser gestern geäußerter Wunsch in Erfüllung geht; vor dem Hintergrund der oben zitierten Aussagen erscheint es legitim, als Kunde doch so Einiges zu erhoffen.

Heute also Unterzeichnung des Vertrags über die „Errichtung eines Massivhauses“ mit der Massives Bauen GmbH. Hätte man sich nach den Akquisebemühungen des Vertragspartners im Vorfeld ggf. etwas erhebender vorgestellt – ist schließlich mutmaßlich der i.d.R. wertvollste und folgenreichste Vertrag, den man als Privatperson in seinem Leben abschließen kann. Also gut, die Hochzeit mal ausgenommen.

Jedenfalls: kein Sektchen, kein Blumenstrauß, wie man es mittlerweile sogar aus Anlass des Erwerbs eines Kompaktklasse-Neuwagens gewohnt ist; stattdessen lediglich noch mal ein zügiger Drüberflug über den Vertrag und dann – `rauf mit dem Servus. Na denn …

Das (notgedrungen selbst finanzierte) Schaumweinchen französischer Provenienz gönnen wir uns hernach freilich trotzdem. Auf einen hoffentlich guten, reibungslosen und harmonischen Ablauf des Bauvorhabens – das haben wir dem Vertriebler extra nochmals mit auf den Weg gegeben: wir sind einzig an einer professionellen und hoffentlich für uns entspannten und schiedlich-friedlichen Abwicklung des Projekts interessiert und werden alles uns Mögliche dazu beitragen; bitte, bitte, bitte also keine Zwistigkeiten und Dramen, wie sie als latente Drohgebärde für den Häuslebauer in spe fast schon allabendlich an den bunten VOX- und RTL-II-Fernsehhimmel gemalt werden – wir möchten jetzt erst mal Kind 2 hoffentlich gesund zur Welt bringen und dann mit diesem und Kind 1 in einem halben oder vielleicht auch erst einem dreiviertel Jahr in unser dann hoffentlich fertiges und gerne auch schmuckes Eigenheim einziehen.

Wir hoffen, die Massives Bauen GmbH trägt wie versprochen ihren Teil dazu bei, dass dieser bescheidene Wunsch in Erfüllung geht. Wie schreiben das Unternehmen doch so schön auf seiner Website: „Wir sind uns trotz aller Routine bewusst, dass das Bauen einen Lebensabschnitt beginnen lässt und große Erwartungen an unsere Leistung gesetzt wird – unabhängig von Äußerlichkeiten. Das leisten wir und es erfüllt uns mit Stolz.“ Na dann.

Die Entscheidung ist so gut wie gefallen. Am Ende des Tages wird es wohl eher nicht auf einen der üblichen Verdächtigen der Metropolregion Nürnberg hinauslaufen, sondern voraussichtlich eher auf ein kleineres, regional ansässiges Unternehmen:

Massives Bauen GmbH

Die Massives Bauen GmbH versteht sich als „Baubetreuer“, hat ihren Firmensitz in Herzogenaurach und unterhält ein Verkaufsbüro in Bamberg. „Baubetreuer“ heißt: der Bauherr als Auftraggeber liefert das Grundstück, das Unternehmen als Auftragnehmer plant, koordiniert und wickelt das Bauvorhaben als Generalübernehmer ab, wobei regionale Handwerksbetriebe als Subunternehmer für die operative Umsetzung eingesetzt werden.

In unserem Falle wird der Auftragnehmer die o. g. Planungsleistung in lediglich homöopathischem Umfang erbringen müssen, da wir zwischenzeitlich bereits sehr konkrete Vorstellungen/Anforderungen für unser Bauprojekt und diese auch schon graphisch zu Papier gebracht haben. Letztlich geht es also um eher marginale Verfeinerungen und insbesondere darum, die Pläne statisch absichern zu lassen, sie – zum Zwecke der Eingabe- und Werkplanung – in eine professionelle Notation zu überführen und sie – im Sinne einer anschaulicheren Entscheidungsgrundlage für die letztliche Freigabe – visualisieren zu lassen.

Die beiden letztgenannten Punkte werden – so wird es uns kommuniziert – im Zuge der Akquisephase direkt durch den Vertriebler der Massives Bauen GmbH umgesetzt; der Geschäftsführer – und in Personalunion Architekt – des Unternehmens bleibt in diesem Zusammenhang weitgehend im Hintergrund, zeichnet jedoch mit Stempel und Unterschrift die auf Basis unserer Initialpläne und Anforderungen erstellten Entwürfe ab. Der Vertriebler – ein junger Wirtschaftsingenieur, der sich offensichtlich seine ersten Sporen verdient – agiert freundlich und beflissen und bemüht sich um eine jeweils zeitnahe Beantwortung unserer Fragen sowie um die Kalkulation möglicher Angebotsalternativen.

Zu den aus unserer Sicht ausschlaggebenden Überlegungen für die Beauftragung eines Generalübernehmers: mit einem Festpreis für den Hausbau hat man zumindest eine einigermaßen solide Kalkulationsgrundlage (respektive meint man diese zu haben …) und – angesichts der eigenen, zeitlich nur sehr knapp bemessenen Ressourcen und der gegebenen familiären Situation fast ebenso wichtig – der Bauträger/-betreuer übernimmt als “Kümmerer” die Feinplanung, die Akquise, Einplanung, Koordination und Steuerung der Handwerker und garantiert vermeintlich – im Sinne eines vernünftigen Projektmanagements – einen weitestgehend reibungslosen und ressourcenschonenden Ablauf des Gesamtvorhabens. Den Bauherren sollte in diesem Szenario eigentlich „lediglich“ die Rolle eines Zulieferers von Informationen bzw. Anforderungen sowie die eines fallweisen Entscheiders zukommen – freilich jeweils fachlich, sachlich und mit allen entscheidungsrelevanten Informationen durch den Bauträger/-betreuer unterstützt und transparent sowie mit ausreichenden Einscheidungs- bzw. Handlungsfristen in den Ablauf eingebunden. Soweit zumindest zur Theorie.

Inwieweit sich diese unsere Ideen, Vorstellungen und Hoffnungen in der Realität bewähren und insbesondere inwieweit unsere Entscheidung für die Massives Bauen GmbH eine gute war, wird die Zukunft zeigen. Wir hoffen das Beste – viel mehr werden wir ab Vertragsunterschrift nicht tun können.